Im Schlitten Arthur Schopenhauers

Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

2 D, 2 H, 1 Dek.

 

Vier Personen, vier sich kreuzende Stimmen, viermal Leben. Ariel Chipmen, der Philosoph, hat sich von Spinoza abgewendet, weil dessen Philosophie ihm persönlich nicht helfen kann: "Ich sitze in einem Schlitten, der in den Tod führt, Frau Doktor." Nadine Chipmen, seiner Frau, wird durch die Depression ihres Mannes der Alltag vergällt: "Liebe und Familie haben nichts miteinander zu tun, die Gefühle zwischen einem Mann und einer Frau müssen in dieser Konstellation einfach untergehen." Serge Othon Weil, Ariels früherer Kollege, meint, dass das Leben ohnedies keinen Sinn habe, und sucht im Glauben an wachsende Märkte sein Heil: "Ich bin viel glücklicher, seit ich den Sex aufgegeben habe, weißt du." Und die Psychiaterin, von der doch wohl Zuspruch zu erwarten wäre, verliert selbst die Nerven, als eine alte Frau mit zwei dicken Tüten vor ihr das Trottoir blockiert.

 

Yasmina Reza hat einen tieftraurigen und dabei sehr komischen Text über vier Menschen geschrieben, die einander alles zu sagen hätten und doch nicht miteinander ins Gespräch kommen. Ein Ausbruch heiterster Verzweiflung, brillant und scharfsichtig formuliert.

 

UA 31.8.2006 Deutsches Theater Berlin (Kammerspiele) Inszenierung Jürgen Gosch mit Corinna Harfouch, Ulrich Matthes, Ernst Stötzner und Gabriele Heinz

 

 

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